Carla Bruni in lasziver Pose: Kurz bevor die Sängerin durch ihre Heirat mit Nicolas Sarkozy zur First Lady Frankreichs aufstieg, machten verschiedene Zeitschriften mit den erotischen Bildern Auflage - und werden nun dafür zur Kasse gebeten.
Paris - Sowohl die französische Gratiszeitung "20 minutes" als auch das Leute-Magazin "Closer" druckten die umstrittenen Bilder von Carla Bruni ab, ohne die Fotografen dafür zu bezahlen.
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Im März vergangenen Jahres hatten Inez Van Lamsweerde und Vinoodh Matadin die Nacktfotos der Sängerin gemacht. Einige Aufnahmen erschienen zusammen mit einem Interview im August in dem Modemagazin "Vogue". Im Januar diesen Jahres - und damit ausgerechnet fünf Tage vor Brunis Hochzeit mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy - veröffentlichten "20 minutes" und "Closer" die Bilder ohne Genehmigung und ohne Autorenhinweis. Jetzt müssen die Verlage dafür hohe Entschädigungen zahlen.
Wie das Pariser Amtsgericht am Montagabend mitteilte, verurteilte es "20 minutes" dazu, dem Fotografenteam 50.000 Euro Schadensersatz zu leisten. Das zur Mondadori-Gruppe gehörende Magazin "Closer" sowie die Website Visual Press Agency müssen den Autoren zusammen 65.000 Euro überweisen.
Dem Amtsgericht zufolge wurden die Rechte der Autoren verletzt. Die ungenehmigte Veröffentlichung habe außerdem dazu geführt, dass das Magazin "Paris-Match" Verkaufsverhandlungen über die Fotos mit der Agentur der Fotografen abbrach. Dies habe "zwangsläufig zu einem Einnahmeausfall geführt".
Erst im April hatte ein chinesischer Kunstsammler ein Foto der hüllenlosen Carla Bruni-Sarkozy bei Christie's in New York für mehr als 90.000 Dollar ersteigert. Bei dem 33 mal 25 Zentimeter großen Bild handelt es sich um eine Aufnahme aus dem Jahr 1993, als Bruni noch als Model arbeitete. Es stammt von Starfotograf Michel Comte.
Bruni hatte im Alter von 19 Jahren ihr Kunst- und Architekturstudium abgebrochen, um als Fotomodell zu arbeiten. Sie war auf zahlreichen Titelseiten der großen Modemagazine zu sehen und arbeitete unter anderem für Christian Dior, Valentino, Yves Saint Laurent und John Galliano.
ala/AFP
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