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In Campania, in Süditalien versuchte die 19 Jährige Ginevra verzweifelt gegen ihren Freund vorzugehen. Das Paar hatte in der zweijährigen Beziehung Videos und Fotos angefertigt. Aufnahmen, die ausschließlich für den eigenen Gebrauch gedacht waren. Ein Video von einer Gesamtlänge von über 46 Minuten und etwa 30 Fotos waren auf verschiedenen Pornowebseiten kostenlos abrufbar. Das Video zeigt das Paar beim Liebesspiel und das Mädchen alleine, wie es sich selbst befriedigt.
Der junge Mann bestritt, dass er die Aufnahmen nach der Trennung ins Internet gestellt hatte, er sagte aus, jemand hätte die Daten entwendet und Kopien angefertigt, ohne, dass er etwas davon gemerkt hätte. Die Polizei stellte die Ermittlungen gegen den 23 jährigen ein, da die Beweislage gegen den jungen Mann nicht ausreichte. Parallel zu den polizeilichen Ermittlungen beauftragte die junge Frau im September 2007 die Firma ProComb mit Onlineermittlungen. Anfang Dezember konnten Ermittler des Unternehmens in den USA eine Veröffentlichung der Daten nachvollziehen. Es war eine Internet Protokoll Adresse aus Italien, aus dem Ort in dem der Ex Freund des Mädchen wohnt. Eine Nachfrage der Polizei bei dem Internetprovider bestätigte schließlich, dass der Ex-Freund den Upload auf die Pornoseite von seinem Heimrechner aus durchgeführt hatte. Gefunden wurde das Video, weil die Geschädigte biometrische Daten ihres Gesichtes anfertigen ließ, um Fotos und Videos auf denen sie abgebildet war wieder zu finden. Es genügte also ein einfaches Passfoto, um die Daten im Internet aufzuspüren. Die Fotos, die eine Bildserie darstellen konnten deshalb gefunden werden, weil das Mädchen Angaben zum Zimmer machen konnte, in dem die Aufnahmen gemacht wurden, so konnten auch Fotos zugeordnet werden, auf denen das Gesicht nicht zu sehen war. Für die Ermittler eine Puzzelarbeit, die sich für das Mädchen gelohnt hat. Nach der Beweissicherung versucht die Geschädigte nun einen sechsstelligen Eurobetrag als Schadensersatz durch ihren Anwalt einzuklagen. Begründet wird der Hohe Schadensersatz dadurch, dass viele Menschen aus ihrem privaten und wohnlichem Umfeld die Dateien öffentlich abrufen konnten. Auch auf der Universität, an der das Mädchen studiert kursierte der Film. Die junge Frau habe eine unvorstellbare sexuelle Erniedrigung erfahren. Die Daten wurden im Internet in zwei Monaten mehr als eine Million mal abgerufen, wobei die tatsächliche Abrufrate noch höher liegen wird.
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